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Der langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel herumirrt

LEELA Familien stellen

 

 

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 Wegbeschreibung

 

 

Wo ist mein Platz in der Familie?
An diesem Seminartag wird erstaunliches passieren. Sie dürfen in Rollen von Menschen schlüpfen, die Sie vermutlich nie im Leben gesehen haben und trotzdem werden Sie an diesem Tag vieles über diese Personen wissen. Noch mehr aber werden Sie über sich erfahren. Jeder Seminarteilnehmer nimmt einen Platz eines Familienmitgliedes ein und kann mittels Imagination mit der Hauptperson reden.

Jeder Gruppenteilnehmer wird in diesem Seminar einmal die Hauptperson sein. Das heißt, die Hauptperson schaut sich mit Hilfe der anderen Gruppenmitglieder seine eigene Familienstrukur an, ändert sie, wenn nötig, schaut, ob belastende Bindungen gelöst werden drei Generationenmüssen oder ob jemand kein Recht mehr hat, dabei zu sein. Vielleicht ist an einer Stelle Verzeihen nötig oder einfach Loslassen einer verstorbenen Person. Die Möglichkeiten sind vielseitig und entwickeln sich während der Familienaufstellung.

Mit Hilfe der Gruppe können Sie als Hauptperson mit Ihren Familienmitgliedern in den Dialog treten, z.B. wenn Ungeklärtes zu lösen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob das betreffende Familienmitglied am Leben ist. Jeder kann für sich erfahren, wie die Struktur seiner Ursprungsfamilie beschaffen ist und hat in diesem Seminar die Möglichkeit, Strukturen zu verändern.

Durch verschiedene Lösungen, die sich bei der Aufstellung der Familienmitglieder zeigen, kann sich das Leben grundlegend ändern. Belastendes löst sich auf und macht Platz für Lebensmut und Lebensfreude, die Sie nie mehr missen möchten.

Pro Seminarteilnehmer wird das Stellen ca. 1 1/2 Stunden dauern. Für jeden Teilnehmer, ob er im Moment als Hauptperson oder als Familienmitglied fungiert, wird dieses Seminar eine Erfahrung sein, die sein ganzes Leben beeinflussen wird.

Erfahrungsbericht:
Als Claudia, eine kleine blonde Frau, 48 Jahre alt, zur Familienaufstellung kam, erfuhr ich von ihr, dass sie seit zwei Jahren depressiv sei und schon einige Wege versucht hatte, Heilung zu erfahren. Claudia platzierte ihre Familie. Ihre Mutter, die vor 10 Jahren Selbstmord begangen hatte, stand zwar sehr nah bei Claudia, aber sie schaute an ihr vorbei. Claudia meinte, ihre Mutter wäre sehr gleichgültig. Den Vater stellte Claudia sich gegenüber auf. Er schaute sie liebevoll an. Dies war Claudia zu nah. Es stellte sich heraus, dass sie den Vater verantwortlich machte, den Freitod der Mutter nicht verhindert zu haben. Die 24-jährige Tochter stand hinter ihr. Claudia sagte, es fühle sich an, als stütze ihr Kind seit Jahren ihren Rücken. Ihren Ehemann platzierte Claudia neben dem Vater. Es wurden noch die Geschwister und Großeltern aufgestellt. Ich möchte in diesem Bericht nur auf die näheren Familienmitglieder eingehen.

Wir begannen, die Stellungen der Familienmitglieder zu ordnen.Claudia ging mit ihrer Mutter in den Dialog. Die Mutter schaute sie nun an und sagte ihr: "Die Verantwortung für mein Gehen liegt weder beim Vater noch bei Dir". Zwischen Mutter und Tochter entstand wieder ein altbekanntes inniges Verhältnis. Claudia verabschiedete sich von ihrer Mutter und sagte: "Du bist freiwillig gegangen; ich akzeptiere Deine Entscheidung. Du hast sie nur für Dich getroffen, sie hat nichts mit mir zu tun. Ich lasse Dich in Liebe los."

Nun wendete sie sich dem Vater zu. Plötzlich wurde ihr bewusst, dass sie ihm 10 Jahre Unrecht getan hatte und sie nahm wahr, wie er unter der kühlen Beziehung litt. Sie bat ihm um Verzeihung und nahm ihn weinend in den Arm. Sie konnte seine Nähe wieder annehmen.

Nun wendete sie sich ihrem Ehemann zu, zog ihn an ihre Seite und sagte, dort gehöre er hin.

Dann stellte Claudia ihre Tochter auf die andere Seite neben sich, damit sie ihr nicht mehr den Rücken stützen brauchte. Damit löste sie ihr schlechtes Gewissen auf, ihre Tochter zuviel belastet zu haben.

Schon bei der Verabschiedung strahlte mich eine neue Frau an, die alte Lasten abgelegt hatte und nun wieder in Harmonie mit Lebensmut zu ihrer Familie nach Hause gehen konnte. 

 

        

 

 

 

 © 2010 by Angelika Storm